Verlustängste: Wenn die Angst vor Verlust alles überschattet

Kennst Du die Angst, jemanden oder etwas zu verlieren? Bis zu einem Grad ist das normal, doch manchmal nehmen solche Verlustängste überhand und bestimmen das Denken, Gefühlserleben und Handeln. Eifersucht und kontrollierendes, aber auch distanziertes Verhalten sind häufig die Folge. Ein Teufelskreis, denn genau solche Verhaltensweisen schaden Deiner Beziehung und Dir. Sie führen oft dazu, dass genau das passiert, wovor Du so große Angst hast. Wie Du Deine Verlustängste überwinden kannst und zu mehr Gelassenheit findest, erfährst Du hier.

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Was bedeuten Verlustängste?

Verlustangst bezeichnet die Angst, einen geliebten Menschen zu verlieren. Sie kann in den unterschiedlichsten Situationen auftreten und – im schlimmsten Fall – alles andere in den Hintergrund drängen. Am häufigsten zeigen sich Verlustängste in Paarbeziehungen. Sie können sich aber auch auf Freundschaften, die eigenen Kinder, Eltern oder den Job beziehen: eigentlich jede Dir nahestehende Sache.  

Per se stellen solche Ängste kein Problem dar. Normal sind sie, wenn es einen Anlass gibt:

  • Der Partner ist fremdgegangen.
  • Ihr habt Euch auseinandergelebt und der andere zieht sich zurück.
  • Die Trennung steht im Raum.

Als soziale Wesen sind wir zum Überleben auf andere Menschen angewiesen. Das Gefühl der Verlustangst wirkt wie ein Alarmsignal, die uns so wichtige Verbindung zu schützen. Deswegen ist beispielsweise auch die Eifersucht genetisch in uns verwurzelt.

Als problematisch gelten Verlustängste dann, wenn kein Anlass dafür besteht. Oder wenn sie Dein Denken, Handeln und Fühlen bestimmen und sich alles nur noch um den vermeintlich drohenden Verlust kreist. Wenn Du alles dafür tust, die anstehende Trennung zu verhindern.

Um normale von schädlichen Formen zu unterscheiden, kannst Du einen Verlustangst-Test machen.

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Wie zeigen sich Verlustängste?

Verlustängste und ihre Symptome äußern sich auf unterschiedliche Art und Weise. Nicht immer sind sie auf den ersten Blick als solche zu erkennen.

Doch es gibt einige typische Symptome, mit denen sich Verlustängste ausdrücken:

Misstrauen: 

Vertrauen fällt Dir unheimlich schwer und Du wirst ständig von Zweifeln geplagt.


Kontrollzwang

Du möchtest immer wissen, was Dein Partner gerade tut, und kontrollierst ihn regelrecht.


Eifersucht

Du wirst schnell eifersüchtig und siehst in einem Lächeln schon Anlass zur Sorge und das nahende Beziehungsende.


Klammern:

Du engst Deinen Partner in der Beziehung ein, erdrückst ihn mit Deiner Liebe und möchtest Deine Zeit komplett mit ihm verbringen.


Übermäßiger Bestätigungswunsch:

Du brauchst in Deinen Beziehungen immer wieder die Bestätigung, geliebt zu werden.


Übertriebene Fürsorge:

Du bist darum bemüht, Dein Umfeld vor allen erdenklichen Gefahren zu beschützen.


Pessimismus:

Dein Fokus liegt immer auf dem Negativen und Du befürchtest, dass die schlimmsten Szenarien eintreten.


Emotionale Abhängigkeit:

Du richtest Dein Leben auf andere aus und kannst nur schlecht oder gar nicht allein sein.


Autonomiebestrebung:

Auch das Gegenteil kann der Fall sein. Du lässt Dich nicht richtig auf die Beziehung ein und bewahrst Dir weiterhin Deine Unabhängigkeit in übertriebenem Maße.

Welche Folgen hat Verlustangst?

Verlustangst fühlt sich nicht gut an. Das unangenehme Gefühl verleitet Dich dazu, alles zu tun, um das vermeintliche Beziehungsaus abzuwenden. Dabei wirkt sich Deine Angst auch auf Dein Umfeld aus – gerade, wenn Du Dich eifersüchtig, ständig misstrauisch, kontrollierend und einengend verhältst. Genau solche Verhaltensweisen lassen oftmals Beziehungen zerbrechen. Also das, was Du eigentlich verhindern möchtest.

Und so paradox es auch klingt: Verlustangst kann sogar zu Bindungsangst führen. Aus Angst vor dem Verlust eines geliebten Menschen gehst Du erst gar keine Beziehungen ein.

Warum entwickeln sich Verlustängste?

Verlustangst kann sich aus unterschiedlichen Ursachen heraus entwickeln: Vielleicht hast Du in früheren Beziehungen schlechte Erfahrungen gemacht, Zurückweisung erlebt oder den Tod eines geliebten Menschen noch nicht verarbeitet.

Häufig gibt es einen Zusammenhang zu einer Selbstwertproblematik – dass es Dir an Selbstliebe fehlt. Dahinter stehen oftmals Glaubenssätze, in denen sich eine gefühlte Minderwertigkeit ausdrückt. Überzogene Verlustängste gehen meist auf Kindheitserfahrungen zurück: unverarbeitete traumatische Erlebnisse, die Scheidung der Eltern, Zurückweisung durch Mutter, Vater oder andere Bezugspersonen, aber auch Überbehütung und ein ängstliches Elternhaus.

Genauso können hinter Verlustängsten unbehandelte Depressionen stecken – oder gar der eigene Trennungswunsch, der noch nicht das Bewusstsein erlangt hat.

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Verlustängste: was hilft?

Du willst Deine Verlustangst überwinden und suchst nach entsprechenden Tipps?

Dann zunächst einmal: herzlichen Glückwunsch – Du bist Dir Deines Problems zumindest schon bewusst und das ist ganz viel wert. Denn erst dann kannst Du daran arbeiten. Klarheit ist schließlich auch der entscheidende Schritt des Mental Health Coachings.

step 1

1. Realitätscheck

Bei übertriebenen Ängsten betrachten wir die Welt meist durch einen Filter und sehen die Dinge nicht mehr klar. Deshalb überprüfe Deine Wahrnehmung auf ihre Plausibilität und nimm einen Realitätscheck vor: Gibt es einen reellen Grund, der Deine Verlustangst ausgelöst hat?

step 2

2. Das Problem anerkennen

Gerade bei Verlustangst musst Du Dir zunächst eingestehen, dass das Problem bei Dir liegt und dass nicht Dein Partner durch sein Verhalten dafür Verantwortung trägt.

step 3

3. Entspannungsübungen

Ausgeprägte Verlustängste äußern sich auch in körperlichen Symptomen. Hier hilft es, wenn Du lernst, Dich zu entspannen. Meditation, autogenes Training und Atemübungen sind dafür ideal. Hierbei besteht allerdings die Gefahr, dass Du mit den Entspannungsübungen nur das eigentliche Problem überdeckst.

step 4

4. Darüber sprechen

Wenn Du darüber sprichst, werden viele Dinge schon allein dadurch leichter. Und bei Verlustangst ist es wichtig, dass Du Dich Deinem Partner anvertraust und ihm erklärst, welche Ängste hinter Deinen überzogenen Reaktionen stecken. Natürlich kannst Du auch einen guten Freund ins Vertrauen ziehen und ihm von den Gefühlen erzählen, die Dich plagen. Aber auch ein Tagebuch erweist sich als Hilfe, in dem Du Deine Gedanken und Gefühle notierst und Dich dadurch besser selbst zu verstehen lernst.

step 5

5. Den Blick auf das Positive lenken

Nimm den Katastrophenszenarien, die Dein Denken bestimmen, die Kraft und arbeite an Deinen Bewertungen der Dinge, damit sie Deine Wahrnehmung nicht mehr ständig negativ einfärben. Richte Deinen Blick auch auf das Positive in Deinem Leben. Dabei kann beispielsweise ein Tagebuch helfen, in dem Du alle schönen Dinge aufschreibst, die am Tag passiert sind.

step 6

6. Gedankenstopp

Wenn sich Deine Gedanken nur noch auf das eine Thema fokussieren – die Angst vor einem Verlust – kannst Du lernen, diese bewusst zu unterbrechen, indem zu ihnen laut „Stopp!“ sagst.

step 7

7. Fühle Deine Verlustangst

Statt Deine Verlustangst immer zu bekämpfen, versuche einmal, sie bewusst zu spüren. Denn dann merkst Du, dass sie sich zwar unangenehm anfühlt und weh tut, Du sie aber dennoch aushältst. So kannst Du langfristig lernen, Deine Verlustangst zu überwinden.

step 8

8. Verhaltensmuster erkennen

Setze Dich mit Deinem Verhalten auseinander und suche nach einem Muster: Wann wird Deine Verlustangst aktiviert? Wenn Du Dich besser verstehst, kannst Du solche Situationen vielleicht künftig meiden oder Dein bisheriges Verhaltensmuster ändern.

step 9

9. Gedankenmuster durchbrechen

Sinnvoll ist ebenfalls, Gedankenmustern auf die Spur zu kommen, die sich hinter Deiner Angst verbergen. Dabei handelt es sich oft um früh im Leben verinnerlichte Glaubenssätze, die das Denken prägen und Deinen Selbstwert begrenzen. Und genau deshalb lassen sie sich nicht so einfach verändern – hier braucht es oft eine gezielte Verlustangst-Therapie.

step 10

10. Stärke Deinen Selbstwert

Verlustängste haben häufig ihre Ursache in einem geringen Selbstwert. Deshalb lohnt es sich, für ihre Überwindung an Selbstliebe und Selbstvertrauen zu arbeiten, wichtige Pfeiler der Persönlichkeitsentwicklung.

step 8

11. Unabhängiger werden

Verlustangst kannst Du auch überwinden, wenn Du Dich weniger abhängig von anderen machst und Dich mehr auf Dich konzentrierst, indem Du Deinen eigenen Interessen und Hobbys nachgehst. Denn letzten Endes bist Du ganz allein für Dein Glück verantwortlich.

Und wenn es nicht gelingt, die Verlustangst zu überwinden?

So schön die Tipps auch klingen: Je nach Ausprägung Deiner Verlustangst ist es damit nicht unbedingt getan bzw. Du scheiterst an der Umsetzung. Aber bei solch tiefsitzenden Schwierigkeiten reichen allgemeine Hilfestellungen oftmals nicht aus. Oder Du bist Dir zwar Deines Problems bewusst, aber kennst die eigentliche Ursache nicht.

Für langfristige Veränderung brauchst Du aber eben gerade Klarheit – vor allem, was den Ursprung betrifft. Dem kannst Du mit der TS-Ursprungs-Methode auf den Grund gehen und so nachhaltig Deine Verlustangst überwinden.

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